Kinderbetreuung in der Barke

In der Teeniegruppe

Ein in sich ruhendes, zufriedenes Baby ermöglicht den jungen Müttern ein möglichst stressfreies Hineinfinden in ein positives Muttersein.

Zufriedenheit im Babyalter ist keine Zauberei – zu lernen, die Bedürfnisse der Kinder zu erkennen, zu akzeptieren und mit diesen umzugehen, ist Alltag in der Wohngruppe.

Die Babys bleiben während der schulischen / beruflichen Abwesenheit ihrer Mütter im gewohnten Zuhause in der Barke. Dort werden sie von ihnen vertrauten Fachkräften, als weitere Bezugspersonen, betreut. Für die Mütter bedeutet dies, mit „gutem Gefühl“ aus dem Haus gehen zu können. Die Babys müssen vor der Schule nicht aus dem Schlaf geholt und gehetzt versorgt werden.

Die Kinder sind in der Regel ausgeglichen, selten überreizt, sie kennen den Tagesablauf und die Rituale und lassen sich gut führen. 

Die Mädchen und jungen Mütter wachsen meist schon während ihrer Schwangerschaft in diese besondere Betreuungsform hinein und spüren die damit verbundene Qualität. Sie merken zunehmend, was es bedeutet, Bindungsfähigkeit zu entwickeln, die eigene Wahrnehmung zu schulen, um kindliche Bedürfnisse erkennen zu lernen, damit immer besser zurecht zu kommen und verantwortlich für das Kind zu sorgen.

In der Gruppe Mütter 18+

Hier versorgen und betreuen die Mütter ihre Kinder so weit wie möglich selbständig und erhalten auf Wunsch Unterstützung und Beratung. In Einzelkontakten finden Interaktionstrainings statt, die Mütter erhalten wöchentliche Erziehungsberatungsgespräche und tägliche Reflexionen.

 

Die Kinderstube im Verselbständigungshaus

Die Mütter in der Verselbständigung sind meist in der Schule / Ausbildung. Sie bringen ihre Kinder morgens in die hausinterne Kinderstube. Hier werden die Kinder tagsüber zusammen mit den externen Kindern betreut.

Der Tagesablauf ist geprägt von immer wiederkehrenden Abläufen und Ritualen. Die Abschnitte des Tages werden durch Reime und Lieder begleitet – die Kinder wachsen in eine Selbstverständlichkeit der Abläufe hinein, haben die Sicherheit der immer wiederkehrenden, gleichen Gegebenheiten und Personen. Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Geführte Aktivitäten wechseln sich ab mit Freispielzeiten. Das Mittagessen wird gemeinsam zubereitet. Die gemeinsamen Mahlzeiten, Spielerfahrungen mit Naturmaterialien, Aufenthalte im Garten, Spaziergänge in die Natur – Lernen ist in den ersten Lebensjahren vielfältig und geschieht bei uns nicht als „Programm“ sondern ganz selbstverständlich im gemeinsamen Tun.

Die Erzieherinnen der Kinderstube bieten regelmäßig „Mutter-Kind-Nachmittage“ an. Es werden, zusammen mit den Müttern, die Jahresfeste vorbereitet, altersgemäße Spiele, Lieder und Reime gelernt, Spaziergänge oder Ausflüge gemacht, es wird gebastelt und gespielt, kurz: ein ideales Lernfeld für all die jungen Frauen, die noch  keinen Schul- oder Ausbildungsplatz haben und Orientierungszeit brauchen. An diesen Mutter-Kind-Nachmittagen können auf Wunsch auch Mütter oder Väter der externen Kinder teilnehmen.

Es finden Elterngespräche mit der Erzieherin und der Sozialpädagogin statt, um den Müttern Anleitung und Beratung über die Entwicklungsbedürfnisse und den aktuellen Entwicklungsstand ihrer Kinder zu geben. 

Das Team der Kinderstube ist im engen Austausch mit den Sozialpädagoginnen. Die Informationswege sind kurz, das Team klein genug, um überschaubar zu bleiben – wichtige Hinweise im alltäglichen Umgang mit den Kindern können nicht verloren gehen und der gegenseitige Austausch klappt.